Frederik Rreshpja auf Deutsch

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Albanische Literatur

Auf Deutsch von Hans-Joachim Lanksch
Arshi Pipa | Brikena Smajli | Frederik Rreshpja | Gazmend Krasniqi | Ledia Dushi
| Martin Camaj | Primo Shllaku | Ridvan Dibra | Stefan Çapaliku | Sokol Zekaj

Einige Verfasser von Shkodra übersetzt auf Deutsch von Hans-Joachim Lanksch

Niemand soll sich um mein Schicksal grämen
Der Lyriker, Erzähler und Essayist Frederik Rreshpja

Frederik Rreshpja Frederik Rreshpja (oder Reshpja, die Schreibweise schwankt), 1941 oder 1940 (die Angaben schwanken) in Shkodër geboren, ist eine lebende Legende. Albanische Lyrikkenner geraten bei der Nennung seines Namens ins Schwärmen. Im öffentlichen Leben und in der Literaturszene Albaniens ist er nicht präsent. Seine Lyrikbände sind vergriffen. Die albanische Literaturkritik, soweit vorhanden, nimmt nicht mehr Notiz von ihm. Über sein Leben ist wenig zu erfahren; Hasan Hasanis „Leksikoni i shkrimtarëve shqiptarë 1501-2001“ (Prishtinë, 2003) nennt sein Geburtsjahr, den Schul- und Studienort sowie die Erscheinungsjahre seiner Bücher und verschweigt, daß Frederik Rreshpja im produktivsten Lebensalter eines Schriftstellers, zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr, als politischer Häftling 17 Jahre lang eingesperrt war, was wir erst aus Robert Elsies „Histori e Letërsisë Shqiptare“ (Tiranë – Pejë, 2003) erfahren. Ein Liebling der Verleger und Übersetzer ist Rreshpja auch nicht. Viele seiner Werke sind dem Vernehmen nach nicht publiziert und fristen ihr Dasein in Plastiktüten, die der Autor in Hotels und bei Freunden deponiert hat. Immerhin ist er in Alexandre Zotos‘ „Anthologie de la poésie albanaise“ (Chambéry, 1998) und in Ali Alius „Antologji e poezisë shqipe.

Gjysmëshekulli i artë“ (Tetovë, 2000) mit einigen wenigen Gedichten vertreten und beschließt Gazmend Krasniqis hervorragend gelungenen Anthologieversuch „Poezi. Sprovë antologjike“ (2003). Frederik Rreshpja zu begegnen ist fast nicht möglich, da er seit längerem keinen festen Wohnsitz mehr hat.

Einem Interview, das er 1992 der Zeitschrift „Zëri i Rinisë“ gab, entnehmen wir seine Äußerung: „Ich weiß nicht, ob noch irgendetwas auf der Welt geblieben ist, was mich erfreuen kann. Alles, was ich geliebt habe, habe ich verloren. Wenn ich traurig bin, schreibe ich. Also schreibe ich viel.“ Damals kündigte er an, er wolle eine unabhängige Zeitung für Intellektuelle herausbringen, über Kultur und Kunst, abseits der Politik, und er wolle auch Bücher verlegen.

Was danach geschah, erfährt man aus einem Artikel des Archäologen und Lyrikers Moikom Zeqo in der Zeitung „Koha Jonë“ vom 15. Dezember 2003: Frederik Rreshpja arbeitete und schrieb als Chefredakteur der Zeitung „Ora“. Er erwarb eine Druckerei, gründete einen Verlag „Evropa“, gab ebenso aufsehenerregende wie kurzlebige Zeitungen und Zeitschriften heraus, wurde reich, konnte mit dem vielen Geld nicht umgehen und verlor den Reichtum schnell wieder. Wieder einmal hatte er (fast) alles verloren. Er begann, ein unstetes Leben zu führen, das seiner Gesundheit zunehmend zusetzte. 2001 erlitt er eine Gehirnblutung, die ihn fast das Leben gekostet hätte. Er hatte nun keine feste Bleibe mehr. Oft stand er ohne einen einzigen Lek da. Moikom Zeqo und ein anderer Schriftstellerfreund brachten Rreshpja in einem ruhigen, von Grün umgebenen privaten Altersheim unter. Rreshpja erholte sich, schrieb und schrieb – und hielt die Vereinsamung nicht länger als sechs Monate aus, ließ sich zu seiner Familie nach Shkodër bringen, schrieb Gedichte und veröffentlichte sie in Periodika, bis es ihn auch dort nicht mehr hielt und er wieder nach Tirana ging. Er zog von Hotel zu Hotel, warf sein weniges Geld zum Fenster hinaus und verarmte zusehends.

Moikom Zeqo wurde einige Tage vor Erscheinen des zitierten Artikels angerufen, Frederik Rreshpja sei schwerkrank in einem Lokal zusammengebrochen. Zeqo fand ihn dort nicht mehr vor.

Eine mir befreundete Kulturjournalistin, Admirina Peçi, machte sich auf die Suche und stöberte Rreshpja nach längerer Suche in einem Lokal auf. Er war bei einem Freund untergekommen. Zuvor hatte er sich überzeugen lassen, wieder ins Altenheim zu gehen, und hatte nach wenigen Tagen wiederum das Weite gesucht. Warum? „Ich bin es gewohnt, wegzulaufen – aus dem Gefängnis, vor Kummer und Langeweile, vor unerwünschten Menschen, aus dem Altenheim, vor schönen Mädchen wie Da Vincis Mona Lisa“, sagte er Admirina Peçi.

Bei seinem Freund hielt es Frederik Rreshpja auch nur kurze Zeit aus, dann war er schon wieder auf der Straße.

Man könnte Frederik Rreshpja als einen Lebenskünstler bezeichnen, der an der Kunst des Lebens und Fußfassens in der trivialen und grotesken Realität des Alltags scheitert, die Kunst des Schreibens dagegen beherrscht wie wenige. Er kommt mit einem erstaunlich kleinen Inventar von Motiven und Schlüsselwörtern aus. Vogel, Jahreszeit, Mond, Meer, Regen, Trauer, Herz, Ufer, Sand, Himmel … Diese und einige wenige andere lexikalische Säulen seiner dichterischen Welt kombiniert er zu immer wieder neuen, frischen poetischen Bildern von großer Intensität und Schönheit. Sprachliche Fügungen und poetische Bilder scheinen ihm zuzufliegen wie Mozart Harmonien und melodische Wendungen zugeflogen sind. Gewollte und gekünstelte Metaphern und Bilder wird man bei ihm, im Gegensatz zu so manchem anderen Lyriker, vergeblich suchen. Bei aller Originalität wirken seine Gedichte stets wie ein natürlicher und stringenter Ausdruck seiner seelischen Befindlichkeit.

Seine Gedichte kennen keinen Ballast, keine Worthülsen. Jedes Textelement hat seine Funktion, und doch wirken die Texte nicht gedrechselt oder leblos, sondern sind erfüllt von Leben und Wärme. So unstet und von Ruhelosigkeit umtrieben sich das äußere Leben Frederik Rreshpjas auch darstellt – seine Gedichte werden von einem ruhigen, gleichmäßigen Atem getragen. Diese Ruhe wirkt keineswegs wie ein künstlicher Deckel auf einem brodelnden Vulkan.

Frederik Rreshpja ist kein Dichter hymnischen Jubels oder gar nationaler Exaltation. Seine Themen sind Verlust, Schmerz, Einsamkeit, gegossen in Verse von anrührender Schönheit und Individualität. Fern aller Topoi drehleierartig wiederholter und wiedergekäuter Albanozentrik ist Frederik Rreshpjas Lyrik hochrangige Literatur europäischen Kalibers.

2.3.2004, Hans-Joachim Lanksch

Die hier übersetzten Gedichte Rreshpjas sind seinem Band „Erdhi ora të vdes përsëri“ (1994) entnommen, den mir Herr Dr. Moikom Zeqo freundlicherweise in Fotokopie geschickt hat, wofür ich ihm auch an dieser Stelle danken möchte.

FREDERIK RRESHPJA

DER ADLER

Ein Flugzeug saust irgendwo und der erhabene Vogel
Sieht verächtlich auf die Seele aus hartem Aluminium
Die da stöhnt unter einem metallenen Schmerz.
Nur ruhig, du altertümlicher Flieger der Rhapsodien!
Menschliche Trennung ist es, die da heult im Himmel,
Verfolgt vom Reiterheer der Regenfluten.

 

MEER

Der Mond zieht durch Nebelschwaden
Wie der Kahn meines Schmerzes.
Mein Traum von blauen Inseln
Durch Schmerz, durch Mond hindurch!
Ich meißelte meinen Kummer ins Meeresufer.
Wellen kommen und werden zu Tränen
Wie die Tränen der Mythen an meinem Standbild
Und kein Tod spült mich fort.
Der Untergang wie ein Mörder messerbewehrt
Durch Schmerz, durch Mond hindurch.
Mein ganzes Leben – wie diese Wasser unter Messern,
Und kein Tod spült mich fort.

 

KLEINER VOGEL

Jetzt wirst du am Himmel fliegen.
Doch noch ruht dein Flug in meinen Händen.
Vergiß meine Hände nicht!
In solchem Menschen-Nest wirst du dich
nie mehr bergen.
Los, der Himmel erwartet dich!
Ich habe vieles gehabt und habe es mir
aus den Händen gleiten lassen.
Ich habe viel geliebt und manche Liebe ist mir
aus der Hand geglitten …
Ach, nun ist auch die letzte Freude davongeflogen.
Ihr Schatten wurde Mond und fiel ins Meer.

 

DER GARTEN

Zerbrochene Löwen der Kindheit
Schlürfen Wasser am alten Brunnen;
Über Rosenfeuern wärmt Saadi sich die Hände
Mit seinem Turban aus Tau.
Aus Mythen kommen oft Satyre gesprungen
Und öffnen die Schleusen der Schatten.
Der Jasmin schaut auf die Pfade der Nacht
Und Licht fließt aus seinen Fingern.
Vor lauter eigener Schönheit verliebt
Hebt der Narziß die Schultern aus Knospen empor;
Ich spüre auf der Stirn die Meißel des Frühlings,
Er schnitzt mir Augen aus Gras.

 

MONDREGEN

Wie ein Harlekin, der losgeht
Den vergessenen Garten der Kindheit zu durchstreifen
Tritt der bekümmerte Mond in den Wolken
Auf die Zweige der Regengüsse.
Der einsame See am Ufer der Nacht
Wird unruhig auf den Armen des Windes
Und in der Tiefe gießt die Sirene der blauen Woge
Tränen aufs schlaftrunkene Antlitz der Legende.
Sterne auf dem Asphalt wie gebrochener Untergang
Und Pappeln wie schwarze Mönche.
Hinter Bäumen versteckt lauscht irgendwo
der alte Totschläger: die Trauer.
Mag sein, daß mich das Messer der Trauer
irgendwo zu Boden strecken wird.
Versteckt hinter gebrochenem Untergang
Versteckt unter Fluten von Mondregen …

 

MEIN HERZ!

In keiner Hand der Welt finde ich Schlaf.
Ich hatte mich daran gewöhnt: mein Kopf in deinen Händen.
Du hast gewußt daß an mir etwas Meerhaftes ist;
Von Ufer zu Ufer und ich finde keinen Schlaf.
Hinlegen möchte ich mich und sterben.
Doch du kommst ziehst mich aus dem Schlick:
Ganze Berge trennen uns nicht
Wie sollen uns zwei Handvoll Erde trennen?
Ich war daran gewohnt: mein Kopf in deinen Händen;
Jetzt finden auch die Ufer keinen Schlaf mehr.

 

SHIROKA IM WINTER

Keine Vögel mehr. Die Flüge gestrichen.
Von Regen durchtränkt alles ringsum.
Das Ufer sinniert zu Füßen der Wasserfluten
Es träumt vom vergangenen Sommer.
Im Sand des Vergessens sammle ich
Die Keramik deines Bildnisses.
Wie kurz war dieser Sommer, mein Gott!
Eine Handvoll Sand und eine Handvoll Himmel.
Im ganzen Kalender des Sommers nur ein Samstag
Am ganzen Samstag nur ein Kuß.

 

BLEIB HEUTE BEI MIR

Auf dem Fluß malt der Mond
Eine Brücke zu Sternträumen;
Die graue Wolke gleicht vergessenem Sehnen
Und legt den Kopf auf die Hände der Wälder.
Du kamst auf dem Weg des Mondes
Selbst die Schwelle der Pforte
Läßt Knospen aufsprießen.
Bleib heute bei mir
Bis die Rosen toter Bäume blühen!

 

PRÉLUDE

Abendluft, hüll mich ein
Mir schlägt die Stunde, wieder zu sterben.
Wenn meine Augen sich schließen, wird es kein Meer geben
Für die Kähne der Tränen.
Ich gehe fort, eingesperrte Regenschauer hinter mir.
Doch ich komme wieder. Zu jeder Jahreszeit, die ich liebe.
Die Trübsal der Welt bin ich gewesen.
Abendluft, hüll mich ein
Mir schlägt die Stunde, wieder zu sterben.

 

TORSO

Nur heraus aus dem Reich des Steines!
So lange schon klopfe ich an Marmor,
Eintausend Jahre und zweitausend Jahre.
Wir haben einander geküßt in alten Iliaden
Als die Homere die Leier schlugen.
Du Mond des Regens,
Mach eine Ilias für mich
Wenn auch das letzte Troja fällt!
Eingeschlossen in Stein bist du, mein Herz
Eintausend Jahre und zweitausend Jahre.

 

AUGENBLICK

Absurder Himmel. Mein Traum, ich würde
eines Tages fliegen!
Gelegentlich wird es März
Doch die Einsamkeit ist winterhaft.
Deine Augen betrachten mich jenseits
des Schneehorizontes.
Am Brunnen schlafen die Jahreszeiten, es tanzt
der Marmor der Legenden.
Heut abend wirst du Stein,
Lieben wirst du nicht mehr!
Absurder Himmel, Spielzeug der Windkinder!
Und ich hab gedacht, eines Tages würd ich fliegen …

 

FALSCHE PROPHETEN

Und wir waren doch schrecklich verfolgt.
Und biblische Gestalten sind wir, haben einen
tadellosen Lebenslauf.
Ihr Armseligen die ihr jedem Gekreuzigten glaubtet!
Wir allein können euch ins Paradies bringen.
Und wenn ihr’s uns glaubt, dann können wir auch
Maßnahmen ergreifen.
Verdammte Ignoranten!
Amen!

 

WENN DIE MONDE STERBEN

Das kleine Gespenst der Märchen
Streut Sterne auf den Strand der Schatten;
Durchs Fenster des Laubs sah ich
Den Mond, erloschen im Regen.
Sterben die Monde, sterben die Sterne
Dann bin ich wie einst ein mitleidvolles Kind.
Kann sein daß ich weine, einsam
Überm Licht der Mondhände.
Kann sein daß ich auch um die Vögel weine
Anklopfe an die Ruinen ihrer Nester
Danach erkläre ich den Vögeln
Daß auch ich nestlos bin in dieser Welt.

 

SCHMERZ

Sehnsucht rankt durch Wurzeln, wird eine Blume.
Du Kirschbaum, von meiner Mutter gepflanzt
Dein Bruder bin ich!
Ihre Hände haben uns beide gerüttelt!
Wachse, wachse mein Sohn!
Wachse, wachse du Kirschbaum!
Meine Mutter, von Schulklasse zu Schulklasse:
Sohn, die Götter haben sich geärgert.
Wie gut war es als ihr klein wart
Und mitsammen zur Mutter Gottes gebetet habt.
Der Wind rüttelt den Kummer der Blumen
Und wiegt vielleicht Mutters in die Luft
getuschten Hände.
Wachse, wachse, Kirschbaum!
Ich werde nicht mehr blühen…

 

DIE SÖHNE DES MEERES

Die Meersterne in blauen Gräbern
Eingehüllt von der Nacht der Wasser …
Jetzt bin ich der Sohn der Luft
Wie am ersten Tag der Welt,
Verdammt wie in der Bibel.
Jetzt bin ich der Sohn des Mondes.
Alle anderen Inseln sind falsch.
Nein, es gibt kein Ithaka auf der Welt.
Nie wieder werde ich zurückkehren
Denn ich traue keinem Ufer mehr!

 

DIE ZIGEUNER KOMMEN

Die Zigeuner kommen mit Trommeln und Mond
Sie weinen und sie heulen.
Schnell schnell schlagen sie die Zelte auf
Rings um meine Seele aus Wasser.
Ich war jung und ich war schön,
Ich war feurig im Lieben.
Vieles habe ich nun vergessen
Von Mond und Magie…
Die Zigeuner mit Trommeln, sie heulen
Um Schmerzen ferner Wüsten.
Wach sitze ich am Flußufer,
Liebesverflucht und mondverflucht.
Der Chor der Rosen vergießt Tränen
Um Trommeln und den Mond, trübselig.
Wie jung war ich einstens und wie schön,
Einst in einem März, der lang schon verging.

 

LASS MICH MIT DIR GEHEN

Durchs Tal ziehen Zigeuner, über ihre Schultern
Baumeln Trommeln als wären es Leichen
Wenn die Geister der Einöde
Nicht mehr erwachen werden.
Aus dem Nest des Regens flog
Das Wolkenlied, Totenklage durch und durch.
Lass mich mit dir gehen!
Dies ist mein letztes Abenddämmern.
Ich komme zu dir zum Sterben, verstanden?
Sterben muß ich und dann
Mein Blut über Rosen sprenkeln
Unter einem Jerusalem-Mond.

 

SCHICKSAL

Um mein Schicksal gräme ich mich selber
Niemand soll sich um mein Schicksal grämen,
Der Gott des Verlustes folgt meiner Spur
Mit Marmorsplittern aus sinnlosen Kriegen.
Ich bin ein alter Heide
Fühle mich nicht wohl ohne dieses Unheil
Jeder Mensch hat ein Wort auf das er seinen Kopf bettet
Ich berge mich in meinem Schmerz.
Was sollte ich mehr mögen als den Kampf,
Dieses närrische Schicksal folgt mir nach.
Wenig habe ich verdient im Leben,
Gewaltig waren meine Verluste.
Mein Schicksal soll niemanden betrüben,
Denn mein Schicksal betrübt mich selbst;
Der zersplitterte Marmor des Gottes des Verlustes –
Das wird mein ganzer Ruhm sein!

© Frederik Rreshpja
© Übersetzungen Hans-Joachim Lanksch

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Arben Çokaj - Lehrer für Physik & Informatik - Unabhängiger Journalist & Politologe - Bücher Autor

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