{"id":56,"date":"2014-11-14T10:29:19","date_gmt":"2014-11-14T09:29:19","guid":{"rendered":"http:\/\/shkoder.net\/go\/de\/?p=56"},"modified":"2020-09-27T16:04:41","modified_gmt":"2020-09-27T14:04:41","slug":"ridvan-dibra-auf-deutsch-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shkoder.net\/de\/ridvan-dibra-auf-deutsch-i\/","title":{"rendered":"Ridvan Dibra auf Deutsch (I)"},"content":{"rendered":"<p><center>[ <a href=\"http:\/\/shkoder.net\/de\/?p=52\">Ridvan Dibra auf Deutsch<\/a> ]<\/center><\/p>\n<h3><strong>RIDVAN DIBRA (1959)<\/strong><\/h3>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.shkoder.net\/images\/shkodra\/ridvan_dibra.jpg\" alt=\"Ridvan Dibra\" width=\"150\" align=\"right\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p><b>BRIEFE AUS DER PROVINZ<\/b><br \/>\nDer erste Brief traf am letzten Samstag des Juni ein. Seine Hoheit befanden sich seit einigen Tagen auf Urlaub in einer der sch\u00f6nsten Villen des Reiches, im Norden des Landes, und dasjenige, dem er die geringste Aufmerksamkeit schenkte, war eben die Korrespondenz; er las lediglich die Schlagzeilen der wichtigsten Zeitungen, eine Illustrierte, die zweimal w\u00f6chentlich erschien und die zur H\u00e4lfte voller Pornophotos war. Mit Briefumschl\u00e4gen war er entschlossen, sich zun\u00e4chst nicht abzugeben. Sogar, sie nicht einmal zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich konnte die eine oder andere Ausnahme gemacht werden. Zum Beispiel mit den Briefen seiner zahlreichen Geliebten. Oder der getreuen Ratgeber, die weit fort in der Hauptstadt des Reiches geblieben waren. In den ersten f\u00fcnf Tagen des Urlaubs war allerdings kein einziger Briefumschlag gekommen, was mit der simplen Tatsache in Zusammenhang gebracht wurde, da\u00df die zahlreichen Geliebten und getreuen Ratgeber wu\u00dften, da\u00df Seine Hoheit im Urlaub, vornehmlich in dessen Tagen, von Korrespondenz gest\u00f6rt wurden.<\/p>\n<p>Der erste Briefumschlag traf am letzten Samstag des Juni ein, d.h. am sechsten Urlaubstag. Der Umschlag w\u00e4re von Seiner Hoheit nicht einmal beachtet worden, w\u00e4re er nicht ganz pl\u00f6tzlich aus dem gro\u00dfen Stapel Tageszeitungen herausgerutscht und auf den mit gro\u00dfen roten Rosen geschm\u00fcckten Boden gefallen. Der Umschlag verschwand irgendwo zwischen dicken Decken und der K\u00f6nig kniete nieder, nicht ohne Wi\u00dfbegierde. Doch erlosch seine Neugier, als er den Umschlag in die Hand nahm und sah, da\u00df es ein ganz gew\u00f6hnlicher war: einer von denen, die an den Stra\u00dfenr\u00e4ndern seines Reiches verkauft wurden, zusammen mit Tageszeitungen, Pornozeitschriften und Schulheften. Als er dann feststellte, da\u00df der Absender ein ihm v\u00f6llig unbekannter Irgendwer war und ihm aus einem entlegenen Winkel des Reiches schrieb, wie Egoboka es war, warf er den Umschlag unge\u00f6ffnet weg.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag trafen zusammen mit den Tageszeitungen und der Illustrierten, die zweimal w\u00f6chentlich erschien und zur H\u00e4lfte voller Pornophotos war, auch die ersten Briefe der getreuen Ratgeber und der zahlreichen Geliebten ein. Die Briefumschl\u00e4ge waren gro\u00df, mit Blumen verziert und parf\u00fcmiert. Seine Hoheit lasen lediglich die Anfangszeilen der Briefe und verstanden alles: Die Geliebten verzehrten sich vor Sehnsucht, die Ratgeber hingegen vor Ergebenheit. Den Umschlag jedoch, der aus Egoboka kam, warf der K\u00f6nig angwidert fort. Er war klein, von Fettflecken verschmiert und hatte einen starken Schwei\u00dfgeruch an sich. So ging es auch in den anderen Urlaubstagen. Seine Hoheit lasen lediglich die Schlagzeilen der wichtigsten Zeitungen, die Illustrierte und die Anfangszeilen der zahlreichen Briefe. Die Umschl\u00e4ge, die er regelm\u00e4\u00dfig aus Egoboka erhielt, warf er hingegen angewidert fort.<\/p>\n<p>Am letzten Urlaubstag erfuhren Seine Hoheit aus den Schlagzeilen der Zeitungen, da\u00df die B\u00fcrger seines Reiches sich gegen ihn erhoben und den K\u00f6nigspalast in Brand gesteckt hatten. An der Spitze der Rebellion standen einige seiner getreuen Ratgeber und zahlreichen Geliebten. Da beschlo\u00df der K\u00f6nig, sich irgendwie zu r\u00e4chen, d.h. alle Briefe und Zeitungen zu verbrennen. Die Briefe verbrannten ger\u00e4uschvoll und die Flammen waren bla\u00df. Als sich die Asche zu einem Turm aufh\u00e4ufte, fielen dem K\u00f6nig die Briefe ein, auf denen hinten &#8222;Egoboka&#8220; stand. Er suchte sie alle zusammen, hielt das angez\u00fcndete Streichholz daran, besann sich im allerletzten Augenblick jedoch eines anderen: Er warf das brennende Z\u00fcndholz fort, zog aus dem Stapel den Umschlag heraus, der zuletzt gekommen war, und \u00f6ffnete ihn mit leicht zitternden H\u00e4nden.<\/p>\n<p>Die Tinte war an vielen Stellen verwischt und der Brief war nur mit M\u00fche zu lesen, sein Inhalt war jedoch nicht verlorengegangen: darin wurde die Rebellion bis in die kleinsten Details vorhergesehen. Der K\u00f6nig erschauerte und verw\u00fcnschte sich selbst. Dann dachte er an die anderen Briefumschl\u00e4ge aus Egoboka: Sicherlich stand in einem von ihnen auch, wie man die Rebellion unterdr\u00fccken konnte. Er \u00f6ffnete einen, die Tinte war jedoch so sehr verschmiert, da\u00df nichts mehr zu verstehen war. Ebenso beim n\u00e4chsten Brief. Und wieder mit dem n\u00e4chsten. Bis keiner mehr da war.<\/p>\n<p>Da empfanden Seine Hoheit eine pl\u00f6tzliche Beklemmung irgendwo in der Brust und st\u00fcrzten auf die gro\u00dfen roten Rosen.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag sollte die Rebellion auch die Nachbarreiche erfassen.<\/p>\n<p><em>Juni 1977<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h3><strong>STANDBILDER AUS EIS<\/strong><\/h3>\n<p>Im Norden von Egoboka, ganz im Norden, wo es nie vorkommt, da\u00df der Tag l\u00e4nger als die Nacht ist, finden Jahr f\u00fcr Jahr Ausstellungen von Standbildern aus Eis statt. Die Bildhauer der Eisstandbilder werden st\u00e4ndig mehr und sie arbeiten voller Ernst das ganze Jahr lang auf die Ausstellung hin, obwohl sie durchaus wissen, da\u00df ihre Arbeiten sich nur einen Tag ihres Leben erfreuen k\u00f6nnen. Das Erstaunlichste ist, da\u00df sich die Bildhauer der Eisarbeiten nicht privilegiert f\u00fchlen gegen\u00fcber ihren Kollegen, die mit festen und nur m\u00fchsam zu mei\u00dfelnden Materialien wie, zum Beispiel, Gips und Marmor arbeiten; im Gegenteil, sie verw\u00fcnschen in einem fort die gro\u00dfe Br\u00fcchigkeit der zerbr\u00f6ckelnden gefrorenen Materie.<\/p>\n<p>\u00dcberzeugt von der Kurzlebigkeit ihres Werkes verwenden sie ganz au\u00dfergew\u00f6hnliche Sorgfalt auf die Form, das Herausarbeiten eines jeden Details, so unerheblich es f\u00fcr das gew\u00f6hnliche Auge auch sein mag. Und in den meisten F\u00e4llen wird ihre Absicht von Erfolg gekr\u00f6nt, nicht zuletzt dank des blinden Gehorsams, den das Eis ihrem Mei\u00dfel erweist. Am erstaunlichsten ist, da\u00df die Eisbildhauer nicht im geringsten an ihre Kollegen denken, die einstmals, vor langer, langer Zeit, ebenso erfolgreich waren, obwohl sie mit m\u00fchsam zu mei\u00dfelnden Materialien wie, zum Beispiel Gips oder Marmor, arbeiteten.<\/p>\n<p>Jetzt ist die Ausstellung fertig: die phantastischsten Tiere, G\u00f6tter und Drachen, Affen, Menschen; alle perfekt, alle aus Eis. Die Sonne verleiht ihnen einen wunderbaren Goldglanz und l\u00e4\u00dft sie wie lebendig erscheinen. Allerdings m\u00fc\u00dft ihr euch in eurer Betrachtung sputen.<br \/>\nMorgen ist es zu sp\u00e4t.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><strong>GERISSENE KETTE<\/strong><\/h3>\n<p>Der Tag war klar und alle sagten, da\u00df es eine Mondnacht geben werde.<br \/>\nDer Mond hatte einen platinfarbenen Ring um sich und manch einer sagte, da\u00df es am n\u00e4chsten Tag regnen werde.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag regnete es und die Fischer sagten, da\u00df sie einen gl\u00fccklichen Fang machen werden.<br \/>\nDie Fischer fuhren auf die offene See hinaus und niemand war sich ihrer R\u00fcckkehr sicher.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><strong>UNSERE ERDE<\/strong><\/h3>\n<p>&#8222;Schaut unsere Erde an!&#8220;, sagte begeistert der Astronaut, der als erster den Mond betrat. &#8222;Von hier aus sieht sie wie ein sch\u00f6ner, gesunder gro\u00dfer Apfel aus.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Und der Wurm? Sieht man von hier aus den Wurm?&#8220;, fragte sein Kamerad, der gerade angekommen war.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><strong>SONDERBARES BUCH<\/strong><\/h3>\n<p>Mein Freund hat ein sonderbares Buch ver\u00f6ffentlicht, ein wirklich sonderbares, vielleicht das sonderbarste auf der Welt. Das Hellgr\u00fcn der Buchdeckel sieht aus wie Speichel, die Seiten sind alle schwarz, ohne auch nur einen Buchstaben, der da st\u00fcnde. Anstelle von Buchstaben sind auf jeder Buchseite mit einem Spezialkleber verschiedene Insekten eingeklebt, die einst wegen ihres Gifts bekannt waren.<\/p>\n<p>Die erste Seite er\u00f6ffnet ein gro\u00dfer schwarzer Skorpion, auf der zweiten geht es mit einer sehr zartgliedrigen, verstohlenen M\u00fccke weiter, auf der dritten mit einer braunen, heimt\u00fcckischen Spinne und so fort bis zur hundertsten Seite, die zugleich die letzte Seite des Buches ist.<br \/>\nDas Buch meines Freundes tr\u00e4gt den Titel: &#8222;Handbuch f\u00fcr alle, die noch nicht geboren sind.&#8220; Er hat es in einer Auflage von einer Milliarde Exemplaren drucken lassen und verteilt es umsonst.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><strong>DAS HOCHHAUS<\/strong><\/h3>\n<p>Das Hochhaus ist 35-st\u00f6ckig. Nicht fertig gebaut. Laut Projektleiter wird es 45 Stockwerke haben. Keines weniger, keines mehr. Stefan hat beschlossen, im 35. Stock mit Ana Liebe zu machen. Die Ana ist schon l\u00e4ngst dort oben, sie ist an den Ger\u00fcsten hinaufgeklettert, sitzt da und wartet. Beim Weg hinauf hatte sie kein ernsthaftes Problem, ausgenommen einen leichten Schwindel im 25. Stock, der sie zwang, dort ein ganz klein wenig auszuruhen.<\/p>\n<p>Der Stefan leidet schrecklich unter dem Aufstieg. Am Anfang hatte er nicht den Mut, Ana zu folgen und wie sie zu klettern, sondern w\u00e4hlte die Treppe. Die schien ihm sicherer zu sein. Bequemer. Aber schon auf den ersten Stufen wurde ihm klar, da\u00df er sich schwer geirrt hatte und mit gro\u00dfer Versp\u00e4tung hinaufkommen w\u00fcrde. Wie dem auch sei, er war entschlossen, auf das 35. Stockwerk hinaufzusteigen, wo Ana auf ihn wartete. Und Ana w\u00fcrde auf ihn warten. Davon war er \u00fcberzeugt. Wichtig war, da\u00df kein anderer vor ihm hinaufstiege. Zumindest nicht in dem Treppenhaus, das er in der Kontrolle hatte. Sollte es jemand wagen, war er bereit, sich mit ihm zu raufen. Ana verdiente es. Allerdings konnte auch jemand \u00fcber die Ger\u00fcste klettern und so hinaufkommen, was Stefan zwar nicht wollte, aber selbst wenn es dazu k\u00e4me, w\u00fcrde er sich doch nicht allzusehr aufregen: Die Treppe war wichtig, da sollte niemand hinaufsteigen.<\/p>\n<p>Stefan litt schrecklich unter dem Aufstieg. Bereits im ersten Stockwerk verstellte ihm eine tausendj\u00e4hrige Alte den Weg und hielt ihn dort ein Jahr lang auf.<\/p>\n<p>Im dritten Stock \u00fcberredete ihn eine Frau, die seltsamerweise seiner Mutter \u00e4hnelte, Halt zu machen. Sie sagte ihm, es sei ein Bl\u00f6dsinn und eine Schw\u00e4che seinerseits, sich so darauf zu versteifen, bis zum 35. Stock hinaufzusteigen, blo\u00df um eine Frau zu treffen, selbst wenn es Ana ist. Er, seinerseits, widersprach ihr und sagte, er sei ein gl\u00fccklicher Mensch, da er einen Grund (so banal er der Frau, die seltsamerweise seiner Mutter \u00e4hnelte, auch vorkommen mochte) habe, auf den 35. Stock hinaufzusteigen, weil, seiner Meinung nach, die meisten Menschen nicht wissen, warum und wohin sie aufsteigen. Dieses Argument erschien der Frau, die seltsamerweise seiner Mutter \u00e4hnelte, keineswegs einleuchtend, und sie wollte Stefan dort gewaltsam zur\u00fcckhalten. Unter diesen Umst\u00e4nden tat er, was er nie gedacht hatte, je tun zu k\u00f6nnen: Er schlug die Frau, die seltsamerweise seiner Mutter \u00e4hnelte, und setzte den Aufstieg fort.<\/p>\n<p>Im f\u00fcnften Stock lag ihm ein M\u00e4dchen, jung und nackt, im Weg. Es war Stefan v\u00f6llig unm\u00f6glich, \u00fcber ihren K\u00f6rper hinwegzugehen, deswegen verlor er dort viel Zeit.<br \/>\nSp\u00e4ter, bis zum zehnten Stockwerk, wurde der Aufstieg normaler, und Stefan stie\u00df auf kein erw\u00e4hnenswertes Hindernis.<\/p>\n<p>Im zehnten Stock begann die H\u00f6lle. Gro\u00dfe Spinnen hatten die Ecken der Etagen erobert, von wo aus sie dicke und dichte Netze des Zweifels spannen (er verlor dann viel von seiner Aufstiegszeit, um sie zu zerrei\u00dfen); schwarze Skorpione krochen aus den unverputzten W\u00e4nden, lie\u00dfen sich wie reife Maulbeeren auf seine Brust fallen und stachen ihn gierig. Er sp\u00fcrte, wie ihr selbsts\u00fcchtiges und todbringendes Gift seine Brust durchzuckte (wieder verlor er viel von seiner Aufstiegszeit, um zu genesen und wieder zu Kr\u00e4ften zu kommen); wirre Flederm\u00e4use verirrten sich absichtlich und verhedderten sich in seinen Haaren (er brauchte viel Zeit, sie wieder herauszuziehen, und es geschah oft, da\u00df er zusammen mit den Flederm\u00e4usen auch Haarb\u00fcschel ausri\u00df); Schlangen, gesichtslos wie Erinnerungen an eine schlechte Zeit, z\u00fcngelten aus dem Gestein hervor und umschlangen seine Schultern (es war ausnehmend schwierig und er vertat viel Zeit damit, sie von dort wegzuziehen, weil sie nicht zu fassen waren und ihm aus der Hand glitten).<\/p>\n<p>Stefan leidet schrecklich unter dem Aufstieg. Er sieht ersch\u00f6pft aus.<br \/>\nAna erwartet ihn im 35. Stockwerk. Sie sieht entschlossen aus.<\/p>\n<p><em>Aus dem Albanischen \u00fcbersetzt von Hans-Joachim Lanksch<\/em><\/p>\n<p>\u00a9 Ridvan Dibra<br \/>\n\u00a9 \u00dcbersetzungen <b>Hans-Joachim Lanksch<\/b><\/p>\n<hr \/>\n<p>Ridvan Dibra, geb. 1959 in Shkod\u00ebr, Studium der albanischen Sprache und Literatur an der dortigen &#8222;Luigj-Gurakuqi-Universit\u00e4t&#8220;. F\u00fcnf Jahre Lehrer in Kuk\u00ebs, sechs Jahre Journalist in Shkod\u00ebr, jetzt Universit\u00e4ts-Dozent f\u00fcr albanische Literatur in Shkod\u00ebr. Er hat zwei B\u00e4nde mit Erz\u00e4hlungen, je einen Band Parabeln und Novellen und f\u00fcnf Romane ver\u00f6ffentlicht. Ein Roman und ein Band mit &#8222;mythologischen Parabeln&#8220; befinden sich derzeit im Druck. Ausz\u00fcge aus seinem Werk wurden bisher ins Italienische, Serbokroatische und Makedonische \u00fcbersetzt.<\/p>\n<p>Der shkodranische Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Stefan \u00c7apaliku schreibt: &#8222;Ridvan Dibra tritt den Beweis an, dass man Literatur nicht nur dann schreiben kann, wenn man mit dem Sch\u00e4del gegen dicke W\u00e4nde gewaltiger nationaler oder sozialpolitischer Themen und Konflikte rennt. F\u00fcr ihn ist Literatur ein Text, der anregt und kommuniziert, der die Denotation des Wortes hintanstellt und seiner Konnotation Denkm\u00e4ler errichtet.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[ Ridvan Dibra auf Deutsch ] RIDVAN DIBRA (1959) BRIEFE AUS DER PROVINZ Der erste Brief traf am letzten Samstag des Juni ein. 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