{"id":41,"date":"2014-11-14T09:58:22","date_gmt":"2014-11-14T08:58:22","guid":{"rendered":"http:\/\/shkoder.net\/go\/de\/?p=41"},"modified":"2020-09-27T16:16:02","modified_gmt":"2020-09-27T14:16:02","slug":"gazmend-krasniqi-auf-deutsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shkoder.net\/de\/gazmend-krasniqi-auf-deutsch\/","title":{"rendered":"Gazmend Krasniqi auf Deutsch"},"content":{"rendered":"<p><i>Albanische Literatur<\/i><\/p>\n<p><center><b>Auf Deutsch von <a href=\"http:\/\/shkoder.net\/de\/?p=32\">Hans-Joachim Lanksch<\/a><\/b><br \/>\n<a href=\"http:\/\/shkoder.net\/de\/?p=34\">Arshi Pipa<\/a> | <a href=\"http:\/\/shkoder.net\/de\/?p=27\">Brikena Smajli<\/a> | <a href=\"http:\/\/shkoder.net\/de\/?p=38\">Frederik Rreshpja<\/a> | <b>Gazmend Krasniqi<\/b> | <a href=\"http:\/\/shkoder.net\/de\/?p=43\">Ledia Dushi<\/a><br \/>\n| <a href=\"http:\/\/shkoder.net\/de\/?p=46\">Martin Camaj<\/a> | <a href=\"http:\/\/shkoder.net\/de\/?p=49\">Primo Shllaku<\/a> | <a href=\"http:\/\/shkoder.net\/de\/?p=52\">Ridvan Dibra<\/a> | <a href=\"http:\/\/shkoder.net\/de\/?p=60\">Stefan \u00c7apaliku<\/a> | <a href=\"http:\/\/shkoder.net\/de\/?p=29\">Sokol Zekaj<\/a><\/center><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Einige Verfasser von Shkodra \u00fcbersetzt auf Deutsch von <a href=\"http:\/\/shkoder.net\/de\/?p=32\">Hans-Joachim Lanksch<\/a><\/em><\/p>\n<h3><strong>GAZMEND KRASNIQI (1963)<\/strong><\/h3>\n<blockquote><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/shkoder.net\/images\/shkodra\/gazmend_krasniqi.jpg\" alt=\"Gazmend Krasniqi\" width=\"300\" align=\"right\" border=\"0\" \/> <b>Spiel<\/b><\/p>\n<p>Verlassen alles von Gott<br \/>\nder verborgen vor uns schmeichelt<br \/>\nein Kinderspiel im Sand,<br \/>\nwird mein Leben eine Sph\u00e4re Geheimnisse<\/p>\n<p>Verlassen von uns, \u00fcber unsern K\u00f6pfen,<br \/>\nschlagen die Engel reihenweise mit den Fl\u00fcgeln,<br \/>\nund Tr\u00e4nen flie\u00dfen aus ihren Augen<br \/>\nsei es auch, zumindest, vor Lachen<\/p>\n<p>Verlassen von jeder Herzensebbe,<br \/>\neinst gez\u00e4hmt von meiner Stimme,<br \/>\nzeichne ich immerfort Schweigen<br \/>\nzu majest\u00e4tischer Elegie zerbr\u00f6ckelt es<\/p>\n<p>das Klagen macht mich zum Mann<br \/>\nVater, sag mir wann du stirbst<br \/>\nzum Jungen macht mich die leere Welt<br \/>\nMutter, sag mir wann du stirbst<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Notizen \u00fcber die Realit\u00e4t des Selbst<\/b><\/p>\n<p>Die Seele im Dorngestr\u00fcpp des Luftsch\u00f6pfens<br \/>\nund Wolken und V\u00f6gel am Himmel gestickt:<br \/>\nM\u00f6gliches unterworfen, Nostalgien aufgebrochen<\/p>\n<p>In einer Welt voll W\u00fcsten ohne Geschmack von Fluchten:<br \/>\nst\u00e4rker denn weit fort innen rauschend &#8211;<br \/>\nimmer und kein Grabstein bleibt aus,<\/p>\n<p>die Str\u00fcmpfe von der Mutter f\u00fcr den Winter aufgespart,<br \/>\ntr\u00fcbselige Musik des schnellen Fliehens<br \/>\nbev\u00f6lkernd, kleinsten Gram dividierend<\/p>\n<p>Wieder Einsamkeit, Brot, Wasser &#8211; der Mensch<br \/>\nder lange hocken mu\u00df und gr\u00fcbeln<br \/>\n\u00fcber das unbekannte Alles<\/p>\n<p>\u00dcber die Bejahung des Lebens selbst<br \/>\n&#8211; der Blitz zuckt und w\u00fcrdigt im Zimmer<br \/>\ndie Geheimnisse der Welt: Beweise<br \/>\nerbracht von Ruhe, schwerer als alles<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Der Garten des I. Kant<\/b><\/p>\n<p>Im kleinen Garten Ehrungen von Wassern und Muschel.<br \/>\nNiemandem konnte ich die Zeitverluste anvertrauen:<br \/>\nein schmaler Graben im Kiesufer des Herzens<\/p>\n<p>scheint die Toten zu rufen da\u00df sie aufwachen.<br \/>\nDie Lebenden sind weiter fort. Nichts f\u00fcllt den Abgrund:<br \/>\nWorte die uns ein klein wenig \u00e4hneln werden Abend<\/p>\n<p>Ohne M\u00f6wenfl\u00fcgel. Ausgedachte Sterne,<br \/>\nin Wahnhemden, sprechen mit Sch\u00e4chten, Zisternen,<br \/>\nbereit den Wahnsinn selbst zu streifen<\/p>\n<p>Bis sie in Kreisen scheuen Schreiens verschwinden.<br \/>\nUnd wollen doch nichts als da\u00df man sich ihrer erinnert.<br \/>\nUnd wollen doch nichts als etwas Achtung zu finden.<\/p>\n<p>Dieses Geheime das ihnen mehr Schatten spendet<br \/>\nwird mir nun zum einzigen Gespr\u00e4ch. Besonders<br \/>\nhiervon m\u00f6chte ich immer berichten<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich hier wirbele, w\u00e4hrend ich denke<br \/>\nda\u00df vielleicht hiervon hierzulande der Dreisprung<br \/>\ntr\u00e4umt, der stumme Garten &#8211; selbst<\/p>\n<p>Die Freiheit des Denkens: wieder der einzige Schatz<br \/>\nder deklariert wird mit all diesem<br \/>\nRennen von Planeten und den B\u00fcrgerpflichten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>ars poetica<\/strong><\/p>\n<p>Beim armen Vogel auf einem Lager aus Laub<br \/>\nder den klammen Garten mit Klagen bek\u00fcmmerte &#8211;<br \/>\nso lange schon der Geist des Herbstes<br \/>\nmit klagendem Rauschen des Regens<\/p>\n<p>fordert er von der verlorenen Glocke der Sonne<br \/>\ndie Kirche der Messe drinnen im Herzen<br \/>\ndes toten Vogels. In sein beharrliches<br \/>\nErinnern &#8211; das feurige, leidenschaftliche,<\/p>\n<p>das luftige, archaische &#8211; f\u00e4llt der Geschmack<br \/>\nder Frucht: wo die Leben einen skandal\u00f6sen<br \/>\nBaum von Trag\u00f6dien abw\u00e4gen und erw\u00e4gen: er f\u00e4llt<br \/>\nvon niemanden zu jedermann. Das ist der Tod<\/p>\n<p>des Autors am Strickwerk des Textes. Die Kunst<br \/>\nbringt keine Nichtkunst um: wenn du magst, kannst du fragen<br \/>\nwieviel Kaffee, wieviel Schachteln Zigaretten. Die Kunst<br \/>\nlebt von der Nichtkunst. Es sei denn wir w\u00e4ren<\/p>\n<p>Zu sehr bei uns selbst, bei den Dingen<br \/>\nzu sehr bei der Hand die schreibt,<br \/>\nes reichen ein paar Zeilen wie &#8222;nimm<br \/>\neine s\u00fc\u00dfe Tr\u00e4ne&#8220; oder &#8222;der Herbst verging&#8220;.<\/p>\n<p>Ebenso wenig reicht da\u00df jemand<br \/>\nheut abend das Haus bei diesen Kl\u00e4ngen hat<br \/>\nund beflissen f\u00fcr euch den Schleier<br \/>\ndes Gew\u00f6hnlichen hebt: die Glocke<\/p>\n<p>die in der Kirche schwingt, in der Illusionen<br \/>\nzerst\u00f6rt werden, um der Welt die Kunde zu bringen<br \/>\nda\u00df der Autor davonkommt<br \/>\nwenn er stirbt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Voltaire lesen<\/strong><\/p>\n<p>Wenn sich, wie ein Alarm, der Tag<br \/>\ndem Untergang \u00f6ffnet (weder Traum<br \/>\nnoch Amulett jemals<\/p>\n<p>etwas n\u00fctzen), Totenreigen t\u00f6tet,<br \/>\nintime Nostalgie und jede Schlaflosigkeit<br \/>\nein rankes M\u00e4dchen Tanusha erschie\u00dft.<\/p>\n<p>Dieser Brief erkl\u00e4rt alles und nie<br \/>\nwird er abgeschickt &#8211; mehr Qual<br \/>\nals Dunkel, verborgener Rauch quillt<\/p>\n<p>und deutet mit dem Finger<br \/>\nauf seine alte Schrift, besonders selbstsicher,<br \/>\nals l\u00e4g sie ihnen am Herzen,<\/p>\n<p>und wie um einige Achtlosigkeiten<br \/>\nzu verh\u00f6hnen, und nimmt einen Himmel<br \/>\nvon Treubr\u00fcchen entgegen: in den Bl\u00e4ttern<\/p>\n<p>steckt Schlafen f\u00fcr erloschene Seelen?<br \/>\nOpfer des Fadens der erscheint und verschwindet<br \/>\nsah ich Alptr\u00e4ume der Erde mit dem Denken<br \/>\ndes Lebens da\u00df sie sich eine Vermutung anz\u00f6gen<br \/>\nwir w\u00fcrden das Bewu\u00dftsein ausbreiten.<\/p>\n<p>Ich sah da\u00df zyklischer Regen alles<br \/>\nwegputzte &#8211; da spritzte Blut<br \/>\nvon Opfern auf, der Blutsturz des Lichtes<br \/>\nsagte: auch das geringste Ding geh\u00f6rt<br \/>\nniemandem. Auch jedes Atom<br \/>\nder sp\u00e4ten Stille, auch die Stimmen<br \/>\ndie n\u00e4herkommen und dann verzichten.<\/p>\n<p>Ob wir wollen oder nicht, wir sind<br \/>\ndie wir sind. Fertige Palimpseste,<br \/>\naus Pergament, so gro\u00df<br \/>\nda\u00df sie all die m\u00f6glichen Sachen nehmen.<\/p>\n<p>Wo Wunder einhertappen, Visionen und Fetische.<br \/>\nWo auch Mutter Sonne keine Kosmetik<br \/>\nspart, so ohne Augen und H\u00e4nde<\/p>\n<p>Morgen und Abendd\u00e4mmrung erkennt. Die Sterne &#8211;<br \/>\ndie sie auch mit nur etwas von ihrem Blut<br \/>\nnicht n\u00e4hren, da sie die Mythen wie Harlekine<br \/>\nbegleiten werden: einst war es leicht<br \/>\nauf G\u00f6tzen zu zielen und sie umzust\u00fcrzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Des Dichters Palimpsest<\/strong><\/p>\n<p>1.<br \/>\nVon nirgendwoher und ungerufen<\/p>\n<p>2.<br \/>\nDie Menschheit zieht sich kurz in die gewaltsamen Akte<br \/>\nihres S\u00e4uglingsalters zur\u00fcck<\/p>\n<p>3.<br \/>\nDiagnostiziert wird emotionales Fieber.<\/p>\n<p>4.<br \/>\nLegt ihm die Muse eine Leier in die Hand, stockt der Lauf des Flusses,<br \/>\nwerden Bestien zahm, neigen sich die B\u00e4ume und die Steine rutschen<br \/>\nJenseits der Geschichte, jenseits des Ersinnens<br \/>\nOder, wie er selber sagt, &#8222;wie gro\u00dfartig ist all dies, wenngleich<br \/>\nnicht wahr&#8220;<\/p>\n<p>5.<br \/>\nAu\u00dfer wenn er Gef\u00fchle weckt, Leidenschaften, warum sonst<br \/>\nzerren sie den Armen aus dem Land,<br \/>\nso obdachlos, so verwurzelt<br \/>\nim Reich der Ideen<br \/>\nin Gedanken an die Freiheit,<br \/>\ndenn wer seinen Traum erz\u00e4hlt<br \/>\nmu\u00df ganz ausgeschlafen sein<\/p>\n<p>6.<br \/>\nDie Worte &#8222;oft sagt er Sch\u00f6nes, doch ohne zu wissen, was er tut&#8220;<br \/>\n&#8211; wie ein Regengu\u00df aus Schutzengeln<\/p>\n<p>7.<br \/>\nGeht es ein in Ma\u00df, Glanz, Harmonie<br \/>\ndann hei\u00dft dieses s\u00fc\u00dfe Gift: Ausstrahlen g\u00f6ttlichen Seins<\/p>\n<p>8.<br \/>\nUnd dennoch, treten seine F\u00fc\u00dfe auf Boden,<br \/>\nso sieht er da\u00df ihm die Engel Wege er\u00f6ffnen,<br \/>\nbetrachtet er H\u00e4user, Wohnbl\u00f6cke, St\u00e4dte<br \/>\nbetrachtet er K\u00fcnste und Wissenschaften,<br \/>\nso denkt er, wie sehr der Mensch verhaftet ist, so ist er<br \/>\ndoch ihr Herr ist der Herr auf Erden<br \/>\ndie Krone aller lebenden Dinge<\/p>\n<p>9.<br \/>\nDer Dichter spielt, denkt, tr\u00e4umt:<br \/>\nGott soll seine Scherze anschauen &#8211;<br \/>\nwenn er Sachen besser macht als die Natur<br \/>\nwenn er neue Sachen macht, die sie nicht kennt<\/p>\n<p>10.<br \/>\nDas Wachsen der Dinge allerdings ist wahr. Allerdings<br \/>\nist der Ozean ein Ozean, die Alpen sind Alpen,<br \/>\nallerdings ist der Orkan ein Orkan<\/p>\n<p>11.<br \/>\nEbenso wahr ist auch ihr Rufen, sie umzubenennen<\/p>\n<p>12.<br \/>\nUnd dann f\u00fchlt er sich f\u00fcnftausendj\u00e4hrig<\/p>\n<p>13.<br \/>\nEr schaut was er war, er ist nur ein alter Schatten<br \/>\nWie der Vogel der \u00e4hneln wollte der allein<br \/>\nsang auf dem h\u00f6chsten Zweig<\/p>\n<p>14.<br \/>\nEr sieht zu, der Sonne die goldne Scheibe abzuziehen<br \/>\num zu finden was dort leuchtet: wahrer Ruhm<\/p>\n<p>15.<br \/>\nnur Er ist er<\/p>\n<p>16.<br \/>\nEr sieht da\u00df du Du selbst sein mu\u00dft, jedem geben mu\u00dft was er verdient<\/p>\n<p>17.<br \/>\nDu mu\u00dft der Einzige sein<\/p>\n<p>18.<br \/>\nEr ist der, der im Feld sitzt, an der Blume zu riechen die erbl\u00fchte<br \/>\nbei Tagesanbruch<\/p>\n<p>19.<br \/>\nEr ist der, der nur deswegen weinen mu\u00df<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Jenseits der Geschichte<\/strong><\/p>\n<p>Wortblut im Kopf<br \/>\nwie \u00c4ngstlichkeit von Lichtern, wie ein Himmelsflu\u00df,<br \/>\ndie Seele leer &#8211; ein Kreis<br \/>\nder nur seinen Mittelpunkt zeigt,<br \/>\nein Totem, geschnitzt<br \/>\nauf das Holz einer stummen Lahuta*<br \/>\nEine Epoche, umgest\u00fcrzt<br \/>\nim Wind. Hat das einen Sinn?<br \/>\nEin anderer Gott betrachtet<br \/>\ndie Gesten von Helden und Heiligen,<br \/>\naus denen Kitsch wurde? Eine andere<br \/>\nAhndung wird vorbereitet? Mit Worten,<br \/>\nVerschlissen wie Kleider,<br \/>\nin G\u00e4rten des Mythos, hier, angesichts<br \/>\nder Leidenschaft der Sonne,<br \/>\ndie Ikone des Lichts, sie ergie\u00dft<br \/>\nden Trug der Zeit ins Meer<br \/>\ndes Alls, flickt goldene Alt\u00e4re<br \/>\nUm Krone und Ring zu beweinen<br \/>\nfortgeschleudert in ein Orchester hungriger<br \/>\nGesten &#8211; schlaflockendes Echo<br \/>\nbei ausgegrabenen Amphoren<br \/>\ndort umrei\u00dft eine Flut von Sonne<br \/>\nwiederum verweinte Verwunderung<br \/>\nDes Lebens, mi\u00dfbrauchtes Relikt<br \/>\nim tragischen Gewerbe der G\u00fcte.<br \/>\nDie Namen Adam und Eva zeigen<br \/>\nwie es begann. In den endlosen Mauern des Tages<br \/>\ndie Insel Utopia<br \/>\nbesteht darauf sich dem Blick zu entziehen<br \/>\nSch\u00f6nheit des Blutes, sie schl\u00e4gt<br \/>\nan die Stirn der Zeit, die grausame Rose<br \/>\nmit der sie l\u00fcgt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Adam<\/strong><\/p>\n<p>1.<br \/>\nDer K\u00f6rper &#8211; Symbol des Denkens das verschleiert, das Denken selbst &#8211; Symbol<br \/>\nvon etwas anderem das verschleiert<br \/>\nUnd dennoch wei\u00df er nicht ob er zur Freiheit geht oder vor ihr flieht<\/p>\n<p>2.<br \/>\nNoch hat er kein Vertrauen oder heilige W\u00f6rter, Paradies oder Inferno<br \/>\ndie einzigen Reicht\u00fcmer &#8211; Denken, F\u00fchlen<br \/>\nDie Stufe der Gr\u00fcnde nicht zu sehen und ihre Energie geschluckt von den Dingen<\/p>\n<p>3.<br \/>\nEr sch\u00e4tzt das Denken denn wie er denkt so wird es: er f\u00fchlt sich<br \/>\nals Wurm doch glaubt er, er sei auf dem Weg heilig zu werden<br \/>\nAls heilig sieht er sogar den Wurm an<\/p>\n<p>4.<br \/>\nZeit scheint ihm nur eine Art des Denkens zu sein<br \/>\nwenn er sich m\u00fcht das Ich zu den Worten &#8222;ich habe Recht&#8220; zu erheben<br \/>\nWenn er sieht da\u00df Gott nichts braucht<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eva<\/strong><\/p>\n<p>Da Versuchungen und Teufel aus mir aufbrachen<br \/>\nUnd mein kindlicher Geist in Gottes Scho\u00df sitzt<br \/>\nSo vern\u00fcnftig das Unverst\u00e4ndliche<br \/>\nNicht zu trennen vom Himmel war ich<br \/>\nMittwoch Donnerstag Sonntag<br \/>\nIm Sommer im Herbst im Winter<br \/>\nMein Seele suchte ein Sandkorn<br \/>\nUm die Unendlichkeit zu lesen<br \/>\nUnd ich sah Worte die verschwanden<br \/>\nWie Duft, und ich sah Schweigen das durchpfl\u00fcgt wurde<br \/>\nUnd Herzschl\u00e4ge<br \/>\nUnd Nachtigallenlieder<br \/>\nUnd Regen-Lose<br \/>\nUnd ich tauchte tief in den Eifer der Rasse<br \/>\nUnd ich zw\u00e4ngte mich tief in die Flecken des Grauens<br \/>\nUnd all das besingen die Musen<br \/>\nDie ganze Menschheit hat einen Liebsten<br \/>\nMit Luft eingesammelt<br \/>\nIm Lied ist der Tag nicht so lang wie er sein sollte<br \/>\nWie kannst du wissen zu wem du geh\u00f6rst wenn du<br \/>\nBlo\u00df eine Seele bist<br \/>\nWie kannst du wissen wohin die unstete Pracht f\u00fchrt<br \/>\nEr der Fragen stellt<br \/>\nOb du denn deine Herrlichkeit nicht erkanntest<br \/>\nOb du sie denn nicht als Zeichen von \u00dcberlegenheit und St\u00e4rke erkanntest<br \/>\nOffen, Silbe um Silbe im Herz der Gesundheit<br \/>\nFrieden braucht St\u00e4rke um ihn zu ertragen Er<br \/>\nDer Fragen stellt Ob du der Seele trauen kannst<br \/>\nBis zu guter Letzt, ist in mich eingetreten<br \/>\nUnd wurde Er der ich bin<br \/>\nEr trat in mich ein wie ein scharfes Messer des Gef\u00fchls (was f\u00fcr ein Loch im Herzen)<br \/>\nDenn diese Welt mu\u00df ich beobachten und haben<br \/>\nEr trat ein wie die Note des Liedes das er singt<br \/>\nMit Gedanken mach dich nicht verr\u00fcckt, sondern geh deines Weges<br \/>\n&#8211; der Natur gef\u00e4llt es nicht<br \/>\nBeobachtet zu werden: sie mag uns als Spielgef\u00e4hrten:<br \/>\nNichts also bleibt au\u00dfer dem Tod,<br \/>\nder einzigen Realit\u00e4t<br \/>\n(Es ist Platz f\u00fcr Zufriedenheit) die sich vor uns nicht dr\u00fcckt.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>\u00a9 Gazmend Krasniqi<br \/>\n\u00a9 \u00dcbersetzung Hans-Joachim Lanksch<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Albanische Literatur Auf Deutsch von Hans-Joachim Lanksch Arshi Pipa | Brikena Smajli | Frederik Rreshpja | Gazmend Krasniqi | Ledia Dushi | Martin Camaj | Primo Shllaku | Ridvan Dibra | Stefan \u00c7apaliku | Sokol Zekaj Einige Verfasser von Shkodra \u00fcbersetzt auf Deutsch von Hans-Joachim Lanksch GAZMEND KRASNIQI (1963) Spiel Verlassen alles von Gott der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":507,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":{"0":"post-41","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-literatur"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/shkoder.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/shkoder.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/shkoder.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shkoder.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shkoder.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/shkoder.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":508,"href":"https:\/\/shkoder.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41\/revisions\/508"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shkoder.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/507"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/shkoder.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/shkoder.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=41"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/shkoder.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=41"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}